Nachhaltiger Advent

Was macht den Advent zu einem Advent? Kekse backen, Adventkranz, Miteinander sein bei der Adventfeier, Adventkalender öffnen, Lichter und Dunkelheit, Ruhe und Stress, Vorbereitung auf Weihnachten. Das alles sind Auszüge, die vielleicht in deinem Advent eine Rolle spielen. Wir blicken heute gemeinsam dahinter, was für dich wichtig ist und was einen nachhaltigen Advent ausmacht, damit es ein gutes Leben und eine gute Zeit für alle ist. Wie immer, gehe ich auch wieder auf die Gefühle ein und wir suchen gemeinsam eine Lösung.

Der Advent

Der Advent duftet nach frischgebackenen Keksen, nach Kerzen und dem angenehmen Nadelduft des Adventkranzes. Draussen ist es dunkel und kalt, drinnen genießen wir die angenehme Wärme, trinken Tee und essen Kekse. Auch unser Herz wird warm und sanft. Ich bin dankbar über die funktionierende Heizung, die unser Haus wärmt und die Elektrizität, die uns den Alltag so einfach macht. In Österreich und vielen anderen Industrieländern, ist es zum Glück selbstverständlich und wir müssen uns über viele Grundbedürfnisse keine Sorgen machen. Es ist uns möglich, unseren Alltag mit anderen Bedürfnissen zu füllen.

Wir können uns der Familie zuwenden, der Arbeit, dem Wohnen, unserer Gesundheit, den Beziehungen und unserer Selbstverwirklichung. Ja und häufig dem Konsum. Arbeit und Konsum sind Bereiche, die einen großen Teil unseres Alltags ausmachen. Wir gehen arbeiten, damit wir uns unser Leben leisten können. Und ich finde, jetzt ist eine gute Zeit um darüber nachzudenken, was wirklich wichtig ist im Leben. Die Adventzeit sollte eigentlich eine ruhige Zeit sein, so zeigt es uns zumindest die Natur. Die Natur wird still, die Blätter sind nun alle abgefallen und die Pflanzen und Tiere haben sich in den Winterschlaf begeben.

Spüre in dich hinein. Wie geht es dir? Bist du auch schon zur Ruhe gekommen? Spüre deinen Atem fließen, spüre den Boden unter deinen Füßen und atme tief durch. Bleib einige Zeit bei deinem Atem. Sollte sich der Verstand wieder einschalten, lasse die Gedanke einfach weiterziehen und komm wieder zum Atem zurück. Spüre ihn durch deinen ganzen Körper fließen. Mit der Zeit fließt der Atem leichter und du spürst deinen Körper besser. Mache die Übung so lange, bis es dir gut geht und du ruhig wirst.

Ehrliche Fragen und Antworten

Jetzt kommen ein paar Fragen, die du beantworten solltest. Am besten schreibst du dir die Antworten auf.

Frage dich ehrlich, was ist dir wirklich wichtig? Sind es die Familie und Freund*innen, ist es eine schöne Wohnung, deine Arbeit? Was erfüllt dich? Schreibe dir das auf. Und lass dir Zeit mit der Antwort. Spüre in dich hinein und spüre was dir wichtig ist, was dich erfüllt. Lass dein Herz antworten.

Und dann gehe zur nächsten Frage: Was tut dir nicht gut? Vielleicht Treffen mit bestimmten Personen, der Zeitdruck zwischen Arbeit und Familie, viele Aktivitäten. Gehe in dich und schreibe auch das auf. Spüre auch hier wieder die Antwort. Die Antwort kommt wieder aus deinem Herzen oder aus deinem Bauch.

Und nun überlege dir, wie du es schaffst, weniger von dem zu tun, was dir nicht gut tut. Und mehr von dem zu tun, was dir gut tut. Dann gehst du in die richtige Richtung, in die Richtung für ein gutes Leben für dich! Nimm dir auch hier Zeit. Spüre die Antwort in deinem Körper und frage deinen Verstand. Schreibe auch hier die Antwort auf.

Und dann versuche deine Antworten in deinem Leben umzusetzen. Achte darauf immer mehr von dem zu tun was dir gut tut, und das zu verringern was dir nicht gut tut. Das muss nicht von heute auf morgen sein, nimm dir Zeit und sei ehrlich mit dir. Du wirst spüren, wie gut es dir tut und dann wird es immer leichter, es auch umzusetzen. Du bist die Priorität in deinem Leben, also achte auf dich und spüre, was dir wirklich wichtig ist, was aus deinem Herzen kommt.

Nachhaltiger Advent

Und jetzt schauen wir, wie du durch Achtsamkeit den Advent nachhaltig gestalten kannst. Um die Fragen beantworten zu können, bist du jetzt in dich gegangen und warst ganz bei dir. Du hast dir Zeit genommen und warst achtsam. Das ist so wertvoll, dass wir uns Zeit nehmen für uns selbst und für das, was wirklich wichtig ist in unserem Leben.

Dass es uns selbst gut geht, ist die beste Ausgangsbasis um Gutes zu tun. Deshalb sind wir jetzt gut vorbereitet für nachhaltiges Handeln. Ich gebe dir hier ein paar Tipps, wie du die Adventzeit nachhaltig gestalten kannst, und du schaust, was du gerne herausnehmen möchtest und was für dich interessant ist.

  • Weniger Konsum: Du hast dich oben bereits gefragt, was dir wirklich wichtig ist. Waren Konsumgüter dabei? Wenn ja, komme ich weiter unten noch darauf zu sprechen. Wenn nicht, gibt es wundervolle Alternativen zum Einkaufen. Zum Beispiel kannst du Weihnachtsdeko selbst basteln (das ist einmal eine schöne Abwechslung und macht Spaß, auch wenn es nicht perfekt wird). Oder vielleicht brauchst du diesen Advent weniger im Außen und kommst mehr ins Spüren und nimmst dir Zeit für dich.
  • Nachhaltiger Konsum: Frage dich zuerst, was du wirklich brauchst, bzw. bei den Weihnachtsgeschenken, wer sich über ein Geschenk freut und über welches. Wenn du also die Wahl bereits auf das Wichtige reduziert hast, dann schaue, wie du es nachhaltig kaufen kannst. Was wird in deiner Region hergestellt? Welche nachhaltigen Geschäfte gibt es, die du gerne fördern möchtest? Was kommt von Herzen und ist nachhaltig produziert? Einen nachhaltigen Onlineshop habe ich unten verlinkt, es gibt aber schon sehr viele. Begib dich einfach mal auf die Suche.
  • Selbst Backen und Kochen: Das reduziert nicht nur Verpackungsmüll, es ist auch günstiger. Wenn du dir dafür ausreichend Zeit nimmst, machst es noch dazu Spaß. Schaue auch hier beim Einkauf auf regionale und biologische Lebensmittel. Wenn regional nicht möglich ist, ist FairTrade wichtig, damit die Landwirte ein gutes Auskommen haben. Und dann geht’s los, probier mal was Neues aus. Sei mutig und habe Spaß!
  • Werde kreativ und sei mutig: Vielleicht möchtest du deine Geschenke dieses Jahr in Zeitungspapier, das du übrig hast, einpacken. Dann traue dich! Vielleicht möchtest du etwas Gebrauchtes schenken. Dann sei mutig und folge deinem Gefühl. Second Hand liegt im Trend, reduziert deinen Fußabdruck und kann eine Geschichte erzählen.

Spüre in dich hinein, was dir Freude bereite würde. Wie möchtest du diesen Advent gestalten? Vielleicht einmal ganz anders als normal, vielleicht aber auch wie immer, weil es genau so passt für dich. Schaue auf dich und tue Gutes im Außen, indem du diesen Advent nachhaltig lebst. Für ein gutes Leben für dich, für alle Menschen und die Erde.

Alles Liebe und einen wunderschönen Advent,
Barbara

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